Quelle: Mit freundlicher Genehmigung der Mitarbeiterzeitschrift "fordreport" Mai 2016
Foto: U. Nerger

 Online seit: 06.Juli 2016

Wolfgang Laufer mit dem Capri RS

In einer neuen Serie stellt der fordreport künftig in loser Folge Glanzlichter aus der Motorsport-Geschichte von Ford Deutschland vor. Als Beispiel dienen Modelle aus dem Bereich Ford Classic Cars, der zur Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit gehört.

1969 gründete Ford in Deutschland eine eigene Motorsport-Abteilung, die im Imbert-Gebäude ansässig wurde, wie Wolfgang Laufer (Foto), Experte für Ford Rennfahrzeuge, über „Turbos, Technik und Typen“ erzählt. Dem damaligen Motorsport-Direktor Max Ueber gelang schnell der erste Coup: Er holte Jochen Neerpasch als Rennleiter, der vorher als Werkfahrer von Porsche große Erfolge errungen hatte. Das zum Team passende Auto war der Ford Capri. Als Basis für den Rennsport nahm man das Serienmodell mit 2,3-Liter V 6-Motor. Mit einigen Modifikationen an Motor, Getriebe und Fahrwerk bereiteten die Techniker den Capri in der Motorsport-Werkstatt im Werk auf Rallye- und Rundstreckeneinsätze vor. Die ersten Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Und schon bald entwickelten die Ingenieure eine neue sportliche Capri-Variante, die auch als Straßenversion auf dem Markt kam: Den RS mit 2,6-Liter V 6 Motor. Damals eine Besonderheit: Die Kugelfischer-Einspritzanlage. Außerdem wurden Feinheiten wie die Zwei-Rohr-Auspuffanlage mit Fächerkrümmer, tiefer gelegtes Fahrwerk mit sportlicher Abstimmung und breitere Reifen auf Alufelgen verbaut. Dieses Fahrzeug konnte den wesentlich teureren Porsche-Modellen durchaus Konkurrenz machen.

Mehr Leistung, mehr Kraft
Der Capri RS bildete die technische Basis für den Renncapri. Ford beauftragte einen renommierten Motortuner, die Firma Weslake, den V6 auf mehr Leistung zu trimmen. Die Spezialisten holten bis zu 340 PS aus dem Aggregat. Dieser Kraft musste natürlich auch das Fahrwerk angepasst werden.

Verbreitete Kotflügel deckten die überdimensionalen Räder ab. Die Ford-Rennexperten modifizierten den nun von Ford in der Gruppe II eingesetzten Capri weiter: Thomas Ammerschläger zum Beispiel fügte der eigentlich starren Hinterachse Federbeine hinzu. So entsprach sie einerseits, wie vom Reglement gefordert, den Serienbauteilen, war aber anderseits den steigenden Anforderungen im Motorsport gewachsen – eine grandiose Idee. Eine weitere Steigerung der Motorleistung übernahm die Firma Cosworth, bekannt für ihre erfolgreichen Ford-Formel 1-Aggregate.
Der in der Serie verbaute 3,0-Essex wurde auf 3,4 Liter aufgebohrt. Verstärkter Motorblock, neu entwickelte Zylinderköpfe mit vier oben liegenden Nockenwellen und 24 Ventilen und offene Lufttrichter steigerten die Leistung weiter. Der Motor wurde aus Gewichtsgründen nach hinten versetzt. Die Ölversorgung konnte nicht über eine normale Ölwanne gewährleistet werden – bei hoher Kurvengeschwindigkeit wäre der Motor trocken gelaufen. Nachschub kommt über Pumpen aus einem Ölbehälter im Kofferraum, die den Motor direkt mit Schmierstoff versorgen. Die Wasserkühler sind in den hinteren Radkästen untergebracht. Die Karosserie erhielt markante, dem Reglement entsprechende Spoiler.
Viele berühmte Rennfahrer begannen bei Ford ihre Karriere und feierten im Cockpit des Capris Erfolge wie die Deutsche Rennsport-Meisterschaft und die Tourenwagen-Europameisterschaft: Dieter Glemser, Jochen Maas, Nicky Lauda, John Fitzpatrick, Toine Hezemans oder Klaus Ludwig, um einige zu nennen.


Text: Frank Lehmann
Fotos: Anton Feßler, Wolfgang Stein, Markus Haussmann, Frank Lehmann

 Online seit: 10.Juni 2016

Klassikwelt Bodensee 2016Mit 85.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche und 800 Ausstellern ist die Klassikwelt am Bodensee sicherlich nicht zu übersehen. Vor allem aber ist sie anders! Sie will unterhalten und sie richtet sich nicht nur auf Fachbesucher, sondern auch auf die Familie aus.
Und dies tut sie offensichtlich so gut, dass vom 3. bis 5. Juni mit 38.700 Besuchern wiederum ein neuer Rekord verzeichnet werden konnte, wie ich aus Pressemitteilungen entnehmen konnte.

Text: Frank Lehmann
Fotos: Capri Freunde Dülmen '89

 Online: 12.Mai 2016

Am 07. Mai 2016 lockten die CFD '89 die Caprigemeinde zum 26. Mal nach Dülmen. Diesmal zu einem neuen Ort, dem Veranstaltungsgelände des Freizeit-/Campingareals Borkenberge/Leversum.
Dort bekamen die Besucher viele Teile und Zubehörartikel zu sehen, aber vor allem auch die Gelegenheit, mit Gleichgesinnten zu plaudern. Viele wurden nach der "Schlafsaison" oder auch nach Jahren erstmals wiedergesehen.

Mein Eindruck ist, dass trotz des wunderschönen Wetters sowie ein schöner geräumiger Platz weniger Interessierte auf dem Platz waren. Die Teileanbieter -auch unser komplettes CCD-Ersatzteilsortiment war wieder dabei- waren nach geführten Gesprächen mit dem Verkauf nicht zufrieden. Ursache kann das verlängerte Wochenende (Himmelfahrt) gewesen sein. Viele Capri-Liebhaber hatten vermutlich dieses schöne lange Wochenende anders genutzt.

Anbei einige Eindrücke auf Bildern sowie im Fotoarchiv.


Text und Fotos: AUTO BILD KLASSIK Online
 Online: 13.April 2016

Bei 54.000 britischen Pfund fiel im Februar 2016 für einen Capri III bei der Silverstone Auktion in Großbritannien der Hammer. Das sind umgerechnet zirka 70.000 Euro – laut der britischen Daily Mail ein Rekordpreis! Warum der tiefgrüne Capri so teuer verkauft wurde? Zunächst handelt es sich um ein Exemplar von 1987. Damit ist er eins der letzten in Deutschland vom Band gelaufenen, aber nur in England verkauften Rechtslenker. Außerdem gehört er zur exakt 1.038 Mal gebauten Sonderserie 280 Brooklands mit dem Kölner Sechszylinder, Sperrdifferenzial, Recaro-Sitzen und Lederausstattung.

Dann der perfekte Zustand. Er lässt sich am besten anhand der folgenden Tatsachen beschreiben: Der Erstbesitzer kaufte den Capri, um ihn in einer extra klimatisierten Garage im Originalzustand zu erhalten. Besitzer Nummer zwei überholte ihn mit viel Aufwand und verkaufte den Wagen nun an den dritten Halter. Belegbar gefahrene Distanz in 29 Jahren: 936 Meilen oder 1506 Kilometer! Das Problem, mit dem sich die Eigner anderer Oldies im Dornröschenschlaf manchmal auseinandersetzen müssen, besteht nicht. Der Capri wurde seinerzeit sofort zugelassen und hat diese Registrierung bis heute behalten. Er kann also problemlos auf die Straße.

Der Ford ist aber nicht nur einzigartig gepflegt. Er folgt laut Nick Whale, dem Direktor von Silverstone Auctions, auch einem klaren Trend auf der Insel. Dort explodieren aktuell die Preise für schnelle Ford. So verkauften sich bei der gleichen Auktion ein Escort Mexico von 1972 für 43.875 Pfund (ca. 56.000 Euro), ein 1995er Ford Escort RS Cosworth LUX und ein Sierra RS500 Cosworth für jeweils 52.875 Pfund (ca. 68.000 Euro).

70.000 Euro für einen 280er!70.000 Euro für einen 280er!


Text und Fotos: Frank Lehmann
 Online: 12.April 2016

Mit über 2.500 klassischen Automobilen im Angebot, 1.250 Ausstellern aus über 30 Nationen, mehr als 220 Klassik-Club-Ständen, rund 25 Autohersteller-Präsentationen und insgesamt etwas über 201.000 Besuchern von Mittwoch bis Sonntag setzte die 28. Techno-Classica Essen auch in diesem Jahr wieder Maßstäbe als die Nummer 1 der internationalen Oldtimer- und Liebhaberfahrzeuge-Messen. Auch Prominente wurden unter den Gästen gesehen: Herbert Grönemeyer, Fernsehkoch Rolf Lichter, Fußballtrainer Otto Rehhagel und Rock-Legende Peter Kraus.

Aufgefallen ist dieses Jahr die sehr stark angezogenen Preise und auch die Nachfrage zu originalen Oldtimer. Vorsichtig würde ich behaupten, das rund 1/5 der angebotenen Fahrzeuge direkt auf der Messe verkauft wurden. Porsche und Mercedes dominierten hierbei wie gewohnt. Bullys für über 150.000 Euro sind genauso oft zu finden wie frühe 911er, die um 200.000 Euro liegen. Diese Art der Kapitalanlage von Käufern, die meist recht wenig mit dem typischem Oldtimerfan zu tun haben, ist leider eine negative Entwicklung für den echten Oldtimerfan.

Brot und Butterautos sowie sportliche "normale" Fahrzeuge wurden kaum angeboten. Die Preise sind auch für diese Fahrzeuge drastisch angestiegen. Nicht originale Fahrzeuge, Tuningsünden und auch schlecht restaurierte Fahrzeuge fanden wohl kaum Abnehmer.

Zum 19mal stellten wir auf der "weltgrößten" Oldtimermesse zwei unserer Mitglieder-Capris aus. Unter dem Motto "Ein unverschämt starkes Stück" präsentierten wir einen Capri 2.8 injection und einen Capri 2.8 Super injection zum 35. Geburtstag des Capri 2.8 i. Herzlichen Dank an Carsten Greb und Michael Roth für die wunderbaren Eye-Catcher.

Rund 10 Mitglieder mit Unterstützung von Ehefrauen halfen all dies umzusetzen, wie immer an dieser Stelle vielen herzlichen Dank. Egal wer kommt und hilft, wir sind immer ein tolles Team welches während der Messetage viel Spaß hat.

Der Samstagabend stand ganz im Sinne des Messeteams. DANKE an Stefan und Reiner, die diesen Abend hervorragend organisiert haben. Es hat allen sehr gut gefallen. Zum Abschluss gilt ein ganz besonderen Dank den Herbergseltern Doro & Reiner sowie Michaela & Stefan.

CCD auf der Techno Classica 2016CCD auf der Techno Classica 2016CCD auf der Techno Classica 2016