Text: Marc Keiterling
Fotos: Deutsche Post
Online: 07.Februar 2016

 Capri Briefmarkenblock„Schreib´ mal wieder!“ Neee, keine Mail und keine WhatsApp. Wir Freunde des alten Blechs halten doch die analogen Zeiten hoch. Einen Brief, wie früher. Der ist final zu frankieren und dies ist nun so sehenswert wie – nie!

Schon 2015 warf die Deutsche Post AG zwei Briefmarken auf den Markt, die wunderschöne Oldtimer zieren. Die beiden Kleber mit dem Wert von 1,45 Euro zeigen einen roten BMW 507 und einen Mercedes 220 S der Baureihe 111.

Seit dem 2. Januar 2016 kostet ein Standardbrief nun 70 statt 62 Cent. Das erhöhte Porto lässt sich seither in schöner und schönster Weise auf zwei Marken abbilden. Der erste Porsche 911 Targa ab 1965 ist ein Traumauto. Der Capri 1 stellt ab 1969 den ersten echten Volkssportler schlechthin dar. Der Schönere von beiden? Öhm, Tjaaa: Ach, entscheidet einfach selbst! Zur Wahl des Capri schreibt die Deutsche Post: „Mit seiner Mischung aus Sportwagenoptik, grundsolider Großserientechnik und erschwinglichem Preis erschloss er ein ganz neues Marktsegment“. Dieses charmante „Auto-Quartett“  wurden von dem Designer Thomas Serres aus Hattingen an der Ruhr gestaltet.

Klassiker Briefmarkenquartetteinzelne Briefmarke Capri I

Wie es sich für die alten Zeiten gehört, sind die Postwertzeichen für PS-Freunde selbstverständlich „nassklebend“. So kann man sich den Capri lecker anschlecken. Oder hat noch jemand einen Briefmarkenbefeuchter auf dem Schreibtisch stehen?

2017 wird aus dem Quartett dann ein Sextett. Die Post wird ihre Sonderreihe über „Klassische Deutsche Automobile“ mit den Motiven Opel Manta A und VW Golf 1 fortsetzen. Das ist herrlich konsequent, auch der Capri war bekanntlich beim Geburtsjahr  dem Manta ein Jahr voraus. Den entsprechenden Antrag der Post hat das Bundesfinanzministerium genehmigt.

Online: 07.Februar 2016

Text und Fotos: Marc KeiterlingOnline: 18.November 2015

Reh gegen Auto. Ein Wildunfall, zwei Verlierer. Das Tier tot, der Wagen laut Gutachten ein Totalschaden. Der Capri wirtschaftlich platt. Ein ungeeignetes Gutachten als Folge eigener Nachlässigkeit. Nicht zur Nachahmung empfohlen.

Hier trafen sich Wild und Wagen. Stauchungsschäden fanden sich bis zum rechten, dem Unfall abgewandten, Kotflügel.Das Waldstück liegt schon hinter mir, da schießt das Niederwild aus dem hohen Gras heraus auf die Straße. Schon bei Tageslicht gibt’s da kaum eine Chance, den Zusammenprall zu vermeiden. So wie hier, in der Dunkelheit, kannste nur noch vollbremsen und beten. Knapp 100 Stundenkilometer habe ich drauf, als es auf der Kreisstraße kracht. Ein kleines Reh und die linke Front meines Capri knallen gegeneinander. Ein dumpfer Schlag, das Tier fliegt im hohen Bogen in den Graben, Scherben wirbeln durch die Kegel der Restbeleuchtung, die vier blockierten Reifen erzeugen beißend stinkenden Qualm. Nach einer elend langen Strecke, begleitet vom Kreischen des Bremsvorgangs, steht das Auto.  Unheimliche Stille. Glück gehabt! Die Straße trocken und gerade, kein Gegenverkehr, kein ausgewachsener Hirsch. Das hätte alles noch ganz anders ausgehen können.

Text: Marc Keiterling
Fotos: Melanie Lehmann, Marcus GlogerOnline: 18.November 2015

„Die Wetterlage. In dieser Woche wechseln sich Schneeregen und Schneefall ab. In den Höhenlagen ist mit Dauerfrost zu rechnen. In den tiefen Lagen besteht Glatteisgefahr.“ Ein Wetter zum Weglaufen, keinesfalls zum Fahren mit einem Oldie. Soweit ist das völlig klar.

Eine Reportage in der Auto Bild Klassik machte es nötig: Fünfmal an einem Tag geht es für den Capri die Rampe des Cargo-Transporters rauf und runter.Die Vorgeschichte: Im November 2014 fiel in der Redaktion der Auto Bild Klassik in Hamburg – dort bin ich unter anderem als freier Journalist tätig - der Beschluss, in der März-Ausgabe 2015 insgesamt 20 Seiten unter dem Titel „NRW-Spezial“ zu platzieren. Ein wesentlicher Teil darin solle aus einer Reise bestehen. Von Werk zu Werk, in zwei der beliebtesten Autos, die jemals in Nordrhein-Westfalen entstanden. Mit einem Opel GT und einem Ford Capri der ersten Generation – gerne in kräftigen Farben - könne die Reise am gerade stillgelegten Opel-Werk in Bochum beginnen. Danach kurvig durch die nördlichen Ausläufer des Bergischen Landes zum produzierenden Ford-Werk in Köln. Die Inhalte haben die beteiligten Redakteure bis zum Ende der ersten Februar-Woche abzuliefern. Ich bin im Rahmen dieses Projekts zunächst nicht mit der besagten Reise beauftragt.

Text und Fotos: Marc KeiterlingOnline: 18.November 2015

Blickrichtung Zeche: ein Capri beim Dreh zum Kinofilm „Radio Heimat“.

Im letzten Jahr wurde gedreht, 2016 kommt ein „Heimatfilm“ reinsten Wassers – betrachtet aus dem Bochumer Blickwinkel – in die Kinos. In „Radio Heimat“ machen vier Freunde in den 1980er Jahren – basierend auf den teilweise autobiographischen Erzählungen des Schriftstellers und Kabarettisten Frank Goosen –  den Ruhrpott unsicher, um endlich ihre Männlichkeit zu entdecken.

Gedreht wurde 2015 in Köln, an der Ostsee und selbstverständlich im Ruhrgebiet. Vieles spielt in Bochum. Auch einige Einstellungen, die in der Nachbarstadt Gelsenkirchen entstanden sind. Dort war ich im August 2015 einen Tag dabei. Hurra, ich bin sogar im Bild. Doch um den Komparsen Keiterling zu entdecken, muss man schon sehr genau hinschauen. Auf gehts, hinter die Kulissen einer Filmproduktion. Was das hier in diesem Magazin zu suchen hat? Ein Capri spielt ebenfalls eine Rolle.