Im Dezember 1986 wurden in Köln die letzten Capri gebaut. Vom „280 Brooklands“ entstanden 1038 Exemplare.
„Capri c´est fini“ - auch weil es sich hübsch reimt. Vor 40 Jahren war es mit dem Capri vorbei. Am 19. Dezember 1986 rollte in Köln das letzte Exemplar unseres Lieblingsautos vom Band. Der rechtsgelenkte „280 Brooklands“ mit der Fahrgestellnummer 1.886.647 wurde von Ford United Kingdom aufbewahrt und befindet sich derzeit in der Ford Heritage Collection in Daventry, 77 Meilen nordwestlich von London. Wie begehrt so ein finaler Capri ist, zeigte sich Ende letzten Jahres.
Ein von Iconic Auctioneers am 8. November 2025 in Birmingham versteigerter 280 Brooklands erzielte einen rekordverdächtigen Preis von 63.000 britischen Pfund, umgerechnet 71.570 Euro. „Auf den Markt in Großbritannien kam ein solches Exemplar zu Beginn des Jahres 1987 für 11.999 britische Pfund. Dazu gab es eine Option für eine Turbo Technics-Version für zusätzliche 1.604 Pfund. Das waren 2.500 Pfund mehr als der letzte 2.8 Injection Special gekostet hatte“, sagt der Engländer Mick Ward.
Der Gründer der 2017 entstandenen „capri 280 Group“ ist europaweit bekannt. Nicht zuletzt aufgrund der augenfälligen Ausflüge, die er mit seinem Club in den letzten Jahren auf dem Kontinent unternahm. Es ist stets ein beeindruckendes Bild, wenn die Truppe, die insgesamt rund 200 Mitglieder zählt, mit diesen besonderen finalen Capri unterwegs ist.
„Seit ich die ,capri 280 Group‘ gegründet habe, führe ich ein Verzeichnis der erhaltenen Fahrzeuge. Derzeit habe ich Angaben zu mehr als 500 Fahrzeugen. Ich weiß auch von mindestens zehn Fahrzeugen in Australien und Neuseeland, deren Besitzer jedoch keine Angaben zu ihren Wagen machen möchten“, so Mick, der die Gesamtzahl noch existierender Autos auf mindestens 600 schätzt. Insgesamt wurden 1038 dieser Capri in Köln montiert. Nach Wards Informationen gibt es bedauerlicherweise aktuell keinen 280er in Deutschland.
Ab 1985 nur noch Rechtslenker
Bekanntlich endete bereits im Dezember 1984 die Produktion linksgelenkter Capri. Hergestellt wurden 1985 und 1986 nur noch Rechtslenker für den britischen Markt. Immer mehr waren die Absatzzahlen auf dem kontinentalen Markt seit Beginn der 80er Jahre gesunken. Das veraltete Fahrwerk mit Blattfedern und Hinterradantrieb auf der einen Seite, der veränderte Geschmack der Kundschaft auf der anderen Seite hatten den Sinkflug sicher begünstigt. Neben einem Sierra wirkte der Capri ab 1982 tatsächlich beinahe anachronistisch. Doch jenseits des Kanals wurde er noch immer geschätzt. Daher wurde dem „Beau de Cologne“ angesichts dortiger Verkaufszahlen eine zweijährige Verlängerung eingeräumt. In jenem Land, wo mit der Planung des I-ers einst begonnen wurde und bis 1976 in Dagenham Capri produziert wurden.
Rotes Lenkrad in der Planung
„Allerdings wurden auch bei uns ,Hot-Hatch-Fahrzeuge‘ immer beliebter und Ford beschloss 1985, die Produktion des Capri einzustellen. Ende 1985 wurde festgelegt, dass Ford eine letzte limitierte Auflage als Hommage an fast zwei Millionen verkaufte Exemplare entwickeln würde“, sagt Mick Ward.
Er fährt fort: „Ursprünglich sollte es sich um eine Auflage von 500 Fahrzeugen namens ,Capri 500 SVP (Special Value Programm)‘ handeln. Alle Fahrzeuge sollten in Brooklands-Green lackiert werden, mit goldenen 15-Zoll-Minilite-Felgen, einem Turbomotor, einer Volllederausstattung und einem mit rotem Leder bezogenen Lenkrad und Schaltknauf.
Im Winter 1985/86 wurde ein Proto-typ auf Basis eines schwarzen 2.8 Injection Special mit verschiedenen Optionen für Räder und Innenausstattung hergestellt. Er wurde in Brooklands-Green-Metallic noch einmal neu lackiert, einschließlich des hinteren Gummispoilers. Es wurde vereinbart, diesen speziellen Capri rechtzeitig für ein Treffen im April 1986 zu entwickeln. Ein 225 PS starker Turbo Technics-Motor und verbesserte Bremsen wurden eingebaut.“
An dieser Sitzung im April 86 im Designzentrum nahmen leitende Mitarbeiter aus dem Marketing und der Direktor für Großwagenprogramme teil. Während dieser Besprechung wurde beschlossen, dass dies die letzte Produktionsserie des Capri sein würde. Diese sollte im Dezember 1986 in Köln gebaut und im Januar nach Großbritannien verschifft werden, um Anfang 1987 vorgestellt zu werden.
Götterdämmerung in Köln-Niehl
Am Prototyp aus der Jahreswende 85/86 wurde dann noch einiges verändert, wie Mick weiß: „Zwei Monate vor Produktionsbeginn ist umgeplant worden. Dieser Überprüfungsprozess veranlasste Ford auch, das Produktionsvolumen zu überdenken. Man entschied sich für eine Verdopplung auf 1000 Stück (die endgültige Zahl belief sich auf 1038), die nun als ,Capri 280‘ mit neu gestalteten Aufklebern angeboten werden sollten. Weitere Änderungen betrafen den Verzicht auf die Lackierung des Spoilers, schwarzes Leder für das Lenkrad und den Schaltknauf sowie 15-Zoll-Versionen der Special-7-Speichen-Räder mit Pirelli-P7-Reifen mit niedrigem 50er-Profil.“ Unter der Haube steckt ein 2,8-Liter-V6-Saugmotor. Der leistet 150 PS und treibt über ein Fünfgang-Schaltgetriebe sowie ein Sperrdifferenzial die Hinterachse an.
Götterdämmerung in Köln-Niehl. Die letzten Laser (vergleichbar mit dem hiesigen Super GT) und 2.8 Injection Special wurden im November 1986 gebaut. Die 280er wurden bis zur Schließung des Werks zum Weihnachtsfest am 19. Dezember produziert. Mick Ward kennt auch hier Details: „Ford United Kingdom veranstaltete am letzten Tag im Werk Niehl eine Abschiedszeremonie für den Capri, zu der die Medien eingeladen wurden, um den vorgeblich ,letzten Capri‘ zu fotografieren. Dies war aber nicht das finale Exemplar, es liefen während dessen noch Capri vom Band.“
Ford produzierte eine extravagante Verkaufsbroschüre für den 280, ein 16-seitiges Heft, was zu dieser Zeit beispiellos war. „Die Einstellung der Capri-Produktion stieß auf großes Medieninteresse. Viele Zeitschriften, Motorsport-Fernsehsendungen und Zeitungen berichteten über den letzten Capri. Das Magazin Autocar veranstaltete sogar ein Gewinnspiel, bei dem man einen Capri gewinnen konnte“, erinnert sich Mick Ward.
Mick Ward schreibt hier über seine persönliche Capri-Leidenschaft. „Ich besitze Capri seit 1989, als ich einen 1983er 1.6 LS in Moosgrün kaufte. Das war das Ergebnis davon, dass ich 1969 als 14-jähriger Schüler zunächst kein Interesse an Autos hatte, sondern mich für Motorräder begeisterte. Als ich jedoch eines Morgens zur Schule ging, sah ich etwas Ungewöhnliches auf der gegenüberliegenden Straßenseite geparkt. Zu dieser Zeit waren Morris 1000 oder Ford Anglia die gängigen Autos, aber dieses Auto stach hervor, weil es so anders war.
Neugierig geworden überquerte ich die Straße, um mir dieses gelb-schwarze Auto anzusehen. Völlig fasziniert ging ich um den Wagen herum und dort auf dem Kofferraumdeckel war ein Ford Capri-Emblem. Das muss sich in meinem 14-jährigen Gehirn festgesetzt haben, denn als ich 1989 in der Lokalzeitung nach einem Wagen suchte, fand ich eine Anzeige eines Händlers, der einen Ford Capri zum Verkauf anbot. Am nächsten Abend ging ich zur Besichtigung, durfte eine Probefahrt machen und war sofort begeistert. Es kam zu einem Tauschgeschäft. Wenige Tage später gab ich mein bisheriges Auto ab und war fortan Capri-Fahrer.
Der Kauf des 280ers vor 30 Jahren
1991 wollte ich etwas Leistungsstärkeres und schaute mir einen 1986er 2.0 Laser an. Ich sah mir das weiße Auto an, machte eine Probefahrt und feilschte ein wenig um den Preis. Der Kauf wurde abgeschlossen und ich fuhr mit dem Laser nach Hause. Kurz darauf, als ich mit meiner Familie ein englisches Herrenhaus besuchte, war ich überrascht, auf dem Grundstück eine Oldtimer-Ausstellung zu sehen. Es war der Ford Escort RS National Day, und als wir an den Reihen von Autos vorbeifuhren, kamen wir an zwei Ständen des Capri Clubs vorbei, an denen ein metallisch grüner 280er stand. Wir gingen hinüber, um uns das Auto anzusehen, und ich trat spontan dem Capri Club International bei. Als ich fragte, ob der 280er zum Verkauf stünde, wurde mir mitgeteilt, dass der Besitzer ihn erst kürzlich erworben hatte und er definitiv nicht zum Verkauf stünde.
Durch meine CCI-Mitgliedschaft begann ich, verschiedene CCI-Veranstaltungen zu besuchen. Die nächstgelegenen CCI-Zweigstellen waren jeweils 30 Meilen entfernt, daher gründete ich 1996 eine Zweigstelle, den Burton Capri Club. Etwa zur gleichen Zeit sah ich eine Anzeige für einen 280, der zum Verkauf stand. Ich vereinbarte eine Besichtigung, machte eine Probefahrt, handelte den Preis herunter und schloss den Kauf ab.
In den folgenden zwölf Jahren wuchs und schrumpfte der Burton Capri Club, doch in dieser Zeit gewannen wir über 20 Auszeichnungen als bester Club, darunter zwei bei den CCI Nationals. Dann platzte jedoch die Capri-Blase, die Mitglieder verkauften ihre Autos und zogen weiter. So löste sich der Club leider auf.
In Deutschland ist die finale Serie des Capri leider nur sehr selten zu erblicken.
Der 280er blieb jedoch bei mir und ich blieb lebenslanges Mitglied des CCI und besuchte Veranstaltungen. Ich war regelmäßig in Facebook-Gruppen aktiv, war aber traurig, als ich feststellte, dass der 280 in Großbritannien online ein ,Marmite‘-Auto ist/war – die Leute liebten ihn entweder oder hassten ihn! Oftmals beschimpften kleine Anti-280-Tastaturkrieger auf verschiedenen Websites den 280 und seine Besitzer. Ein beliebter Spitzname für den 280 war ,Cabbages‘ (Kohlköpfe). Dieses Verhalten scheint leider eine typisch britische Einstellung zu sein, Menschen und ihre Besitztümer in Gruppen herabzuwürdigen.
Über 100 Mitglieder in 24 Stunden
Im Dezember 2017 besuchte ich meine Freundin Bettina in Wuppertal zu Weihnachten. Auf meinem iPad schaute ich mir die neuesten Capri-Beiträge online an. Da tauchten wieder die üblichen Verdächtigen auf, die sich über Kohlköpfe ausließen. Einen Kommentar fand ich besonders interessant: ,Warum gründen die Bell-Fans nicht ihre eigene Seite und lassen uns in Ruhe?‘ Als ich diese Beleidigung las, dachte ich: ,Sei vorsichtig mit Deinen Wünschen!‘ Ich zeigte Tina die Beiträge und sie sagte: ,Mach‘ es!‘ Also saßen wir noch an diesem Abend in ihrer Wohnung und erstellten die Facebook-Seite der Gruppe ,capri280‘. Innerhalb von 24 Stunden hatten wir über 100 Mitglieder. Ein häufiger Kommentar lautete: ,Gott sei Dank, ich habe die Anti-280-Brigade satt!‘
Mit dem 280er am Geburtsort
Anfangs war es nur ein Zufluchtsort für ehemalige, aktuelle und zukünftige Besitzer des 280 sowie Fans des 280, um Beiträge ohne negative Kommentare zu veröffentlichen. Aber im Laufe der Wochen wünschten sich die Mitglieder Aufkleber, T-Shirts und Treffen. Also begann ich mit Gruppenaufklebern, dann einer T-Shirt-Bestellung und unserem ersten Treffen beim CCI National im Mai 2018.
So entstand die ,capri280 Group‘ als echter Club, der nun bereits seit acht Jahren aktiv ist. In dieser Zeit folgte meine erste Reise nach Europa in meinem 280 im Jahr 2017, um am Capri Post-Treffen im Technik Museum Speyer teilzunehmen. Vor der Fahrt dorthin ging es zurück zum Geburtsort des 280 dank der damaligen Clubbetreuerin bei Ford in Köln, Helga Müller, und dem Hüter der alten Ford am dortigen Standort, Wolfgang Laufer.
Es war wunderbar, mit dem 280er durch das Niehl-Werk zu fahren und anzuhalten, um Fotos neben der originalen Werkssäule zu machen, unter dem Kran, der ihn 1987 auf das Schiff nach England geladen hatte. Wolfgang war sehr gastfreundlich und nahm sich Zeit, uns die Classic-Werkstatt und -Sammlung zu zeigen, sowie einen neuen, größeren Bereich, den Ford ihm für die Erweiterung zugewiesen hatte, und der voller alter Ford-Pkw und -Lieferwagen war, die renoviert und dann ausgestellt werden sollten. Speyer war anschließend mit über 400 Capri aus 17 europäischen Ländern ein fantastisches Erlebnis und ich beschloss, dass dies nicht mein einziger Besuch bleiben würde.
2018 besuchte die ,capri280 Group‘ eine Reihe von Veranstaltungen in Großbritannien, darunter die Old Ford Rally im British Motor Museum und die CCI National und Mild to Wild Shows. Unsere Mitgliederzahl wuchs weiter.
2019 war das 50-jährige Jubiläum des Capri. Und was für ein Jahr das war! Wir beschlossen, unseren Club zu promoten, indem wir uns für einen Stand auf der Lancaster Insurance Classic Car Show in Birmingham im November bewarben. Dies ist die größte Indoor-Show des Jahres in Großbritannien. Sie ist riesig. Während wir darauf warteten, ob wir angenommen würden, hatten wir ein volles Veranstaltungsprogramm. Wir ließen ein Tour-T-Shirt ähnlich wie bei einer Musikband mit einer Liste der Veranstaltungen auf der Rückseite produzieren.
Wir begannen unsere Veranstaltungstour im Mai bei der CCI National, gefolgt von der Classic Ford Magazine Show auf der Rennstrecke Mallory Park, die aufgrund der schlechten Organisation und des ungeeigneten Veranstaltungsortes eine Katastrophe war. Als Nächstes machten wir uns auf den Weg nach Deutschland. Vier 280er und sieben Mitglieder brachen auf, um die Fähre zu nehmen, und unser erstes Ziel war Ford Europe in Köln.
Wir hatten eine weitere Einladung von Ford erhalten, um das 50-jährige Jubiläum des Capri zu feiern. Die erste Station war Merkenich, wo wir nach Kaffee und Frühstück in den Windkanal geführt wurden, in dem ein Capri stand. Dort konnten wir die Wirkung spüren, als die riesigen Ventilatoren natürlich mit niedriger Geschwindigkeit eingeschaltet wurden. Anschließend fuhren wir mit unseren Capri in die Fabrik und wurden nach dem Parken mit einem Buffet-Mittagessen von Ford Europe verwöhnt.
Nach dem Mittagessen wurde ich für ein Mitarbeitervideo gefilmt. Danach durften wir zwei Runden auf der Teststrecke drehen. Wir holten uns eine Goodie-Bag und fuhren dann weiter nach Niehl. Das war mein zweiter Besuch dort mit meinem 280er! Wir parkten alle und wurden dann in die Classic-Werkstatt geführt, wo Wolfgang Laufer einen Vortrag hielt. Als Nächstes hatten wir eine Werksbesichtigung, bei der wir sehen konnten, wo unsere Capri einst gebaut wurden. Zum Abschluss gab es einen Vortrag vom Vertriebsleiter von Ford Europe und eine Fotomöglichkeit im Geburtsort des Capri.
Zwei Tage später trafen sich die vier 280er erneut und machten sich in einer Kolonne auf den Weg nach Speyer. Das war ein großes Ereignis mit 507 Capri aus 18 europäischen Ländern. Meine Mitstreiter hatten denselben Eindruck wie ich zwei Jahre zuvor: das müssen wir wiederholen!
Zurück in Großbritannien erhielten wir eine Einladung zum letzten Treffen auf dem Rasen vor dem Hauptsitz von Ford UK in Eagle Way, Brentwood. Wir hatten zwölf 280er vor Ort und Ford hatte auch den letzten 280er dorthin geschafft. Es wurde ein Buch über die Veranstaltung mit Fotos und Informationen zu jedem der anwesenden Capri (über 100 an diesem Tag) herausgegeben. Leider hatte Ford das Hauptquartier verkauft und war nach SVE Dunton umgezogen, und das Gebäude wurde nun zu Wohnungen umgebaut.
Am nächsten Tag fand im British Motor Museum die Veranstaltung „50 Years of Capri“ statt, an der viele britische Capri-Besitzer teilnahmen. Am 1. Juli nahmen wir an der Old Ford Rally im British Motor Museum teil. Dies ist eine jährliche Veranstaltung, an der klassische Ford-Fahrzeuge teilnehmen, darunter das Modell A, das Modell T, Cortina, Capri, Escort, Zodiac, Zephyr und viele mehr. Auch Lieferwagen, Lastwagen und Busse sind dabei.
Im August besuchten wir den Lancaster-Bomber auf dem Flugplatz East Kirkby. Die Mitarbeiter dort restaurieren einen Lancaster-Bomber aus Kriegszeiten, um ihn wieder flugtauglich zu machen, und sie haben auch einen Mosquito-Jagdbomber vor Ort.
Im September erhielten wir erneut eine Einladung von Ford. Eine weitere Capri-Feier fand bei Special Vehicle Operations in Dunton statt. Über 100 Capri waren bei der Veranstaltung dabei, und unsere Gruppe wurde gefilmt und hatte einen kurzen Auftritt in der Fernsehsendung ,Bangers and Cash‘. Ich nahm mir die Freiheit, meinen 280er auf die Teststrecke mit Steilkurven zu lenken, bevor ich mich auf den Heimweg machte.
Am folgenden Wochenende ging es erneut nach Südengland. Diesmal zum Brooklands Museum auf der ehemaligen berühmten Rennstrecke. Ich glaube, es gab dort viel Interessantes zu sehen, aber ich hatte keine Zeit, mir alles anzuschauen. Es gab wieder eine große Versammlung von Capri und unsere bis dahin größte Beteiligung von 280ern mit über 20 Teilnehmern. Ich wurde erneut interviewt und gefilmt, das Ergebnis ist auf unserer Website zu sehen.
Nachstellung eines Szenarios
Unsere letzte Outdoor-Veranstaltung war das CCI Octoberfest Event, das am CCI-Hauptsitz in der Nähe von Evesham stattfand. Mehrere Mitglieder gewannen Preise. Zwischenzeitlich hatten wir die Nachricht erhalten, dass unsere Anmeldung für das schon erwähnte National Exhibition Centre in Birmingham angenommen worden war. So endete dieses Jahr im November mit der bereits erwähnten Indoor-Veranstaltung. Wir stellten das Szenario ,bye-bye,CAPRI‘ vom Dezember 1986 nach und hatten drei unserer 280er auf dem Stand. Da es unsere erste NEC-Messe war, war sie recht kostspielig, da wir nur sehr wenig hatten, um einen Stand aufzubauen. Aber wir haben es geschafft und hatten eine erfolgreiche Messe, die die Abbeyfields Insurance (ein Versicherungsmakler, der sich auf Spezialfahrzeuge spezialisiert) dazu veranlasste, den Club im Jahr 2020 zu sponsern. Ich freue mich, sagen zu können, dass diese Beziehung seitdem fortbesteht.
Der 262. von den insgesamt 1038 gebauten 280 Brooklands gehört dem Autor dieser Geschichte, Mick Ward.
Seit diesen Anfängen hat sich unser Club gut entwickelt. Unsere Mitgliederzahl steigt jedes Jahr und wir haben weitere Sponsoren gewonnen.
Wir nehmen jedes Jahr an einer Reihe von Messen teil, darunter eine Europatournee, die uns in die Niederlande, nach Belgien, Luxemburg und Deutschland führt. Wir haben eine Website namens ,capri280 Group‘, eine große Auswahl an Fanartikeln und einen großen Bestand an neuen Original-Ersatzteilen.
Im Jahr 2022 haben wir eine Veranstaltung zum 35-jährigen Jubiläum des Capri 280 durchgeführt. 2026 ist eine dreitägige Veranstaltung zum 40-jährigen Jubiläum unseres Autos vorgesehen. Aktuelles dazu findet Ihr auf unserer Website.“
[Text: Mick Ward & Marc Keiterling - Fotos: Ford, Iconic Auctioneers, Marc Keiterling & Mick Ward]




















